Bettdeckengrößen: welches Maß zu Ihrem Bett passt
135 × 200 cm ist das Standardmaß – aber nicht für jeden das richtige. Wir zeigen, ab welcher Körpergröße sich die Übergröße 155 × 220 cm lohnt, wann eine Partnerdecke sinnvoll ist und warum der Bezug genau passen muss.
📌 Das Wichtigste in Kürze
- 135 × 200 cm ist das Standardmaß und passt für Erwachsene bis etwa 1,85 m Körpergröße.
- Die Übergröße 155 × 220 cm lohnt sich darüber, bei unruhigem Schlaf und in Betten über 140 cm Breite.
- Für zwei Personen sind zwei einzelne Decken hierzulande die Regel; eine Partnerdecke misst 200 × 200 cm.
- Rechnen Sie die Bettwäsche mit: Bezüge in Übergrößen kosten mehr und sind seltener zu finden.
- Der Bezug muss zur Decke passen – ein zu großer lässt sie zusammenrutschen, ein zu kleiner presst die Füllung.
Die gängigen Bettdeckengrößen im Überblick
| Maß | Bezeichnung | Passt zu |
|---|---|---|
| 135 × 200 cm | Standardmaß | Erwachsene bis etwa 1,85 m; Betten von 90 bis 140 cm Breite |
| 155 × 200 cm | breites Standardmaß | wer mehr Deckenbreite will, ohne die Länge zu ändern |
| 155 × 220 cm | Übergröße | Körpergröße über 1,85 m; unruhiger Schlaf |
| 200 × 200 cm | Partnerdecke | zwei Personen unter einer Decke, Bett ab 180 cm |
| 200 × 220 cm | große Partnerdecke | Bett ab 200 cm Breite |
Kinderbettdecken folgen einer eigenen Reihe – 100 × 135 cm ist dort das übliche Maß. Sie sind nicht Gegenstand dieser Seite: andere Größen, andere Anforderungen, andere Produkte.
135 × 200 cm oder 155 × 220 cm?
Die Länge entscheidet zuerst. Eine Decke soll über die Schultern reichen und trotzdem die Füße bedecken. Bei 200 cm Länge geht das bis etwa 1,85 m Körpergröße auf – wer größer ist, zieht nachts an einem der beiden Enden.
Die Breite entscheidet als Zweites. 135 cm reichen, solange Sie ruhig schlafen. Wer sich viel dreht, zieht die Decke mit und legt eine Flanke frei; 155 cm Breite fangen das ab. Dasselbe gilt in breiten Betten, in denen die Decke seitlich mehr Spielraum hat.
Ein Argument spricht gegen die Übergröße, und es ist ein praktisches: Bettwäsche in 155 × 220 cm kostet mehr und ist im Handel seltener zu finden als das Standardmaß. Wer die Deckengröße wechselt, tauscht auch die Bezüge.
Zwei Decken oder eine Partnerdecke?
Für zwei Personen gibt es zwei Wege. Entweder zwei einzelne Decken in 135 × 200 cm – hierzulande die Regel – oder eine Partnerdecke in 200 × 200 cm. Beides sind Eigenschaften, keine Bewertung – welche davon zählt, hängt vom Paar ab.
Zwei Decken
- Jeder wählt seine eigene Wärmeklasse – wer schwitzt, nimmt die Sommerdecke, wer friert, die Winterdecke.
- Bewegungen des anderen bleiben ohne Folgen.
- Zwei Bezüge statt einem, dafür passt jede Decke einzeln in die Waschmaschine.
Partnerdecke
- Ein Bezug für beide, dafür überträgt sie jede Bewegung des anderen.
- Nur eine Wärmeklasse für zwei Menschen mit womöglich verschiedenem Wärmebedürfnis.
- 200 × 200 cm brauchen eine große Trommel – viele Haushaltsmaschinen sind damit überfordert.
Wer unterschiedlich schläft, fährt mit zwei Decken besser. Die Partnerdecke wirkt aufgeräumter und ist für Paare mit ähnlichem Wärmebedürfnis eine Frage des Geschmacks.
Der Bezug muss zur Decke passen
Deckengröße und Bezugsgröße gehören zusammen, und zwar exakt. In einem zu großen Bezug rutscht die Decke zusammen; an den Rändern entstehen kalte Stellen. Ein zu kleiner Bezug presst die Füllung zusammen und kostet Wärmeleistung – die Decke kann nicht aufbauschen und schließt weniger Luft ein.
Hilfreich sind Eckbändchen an der Decke oder Bänder im Bezug: Sie halten beides an seinem Platz. Viele Decken bringen sie mit; im Datenblatt steht es unter Ausstattung.
Welche Decke fürs Gästebett?
Meist reicht das Standardmaß 135 × 200 cm — Gästebetten sind häufig schmaler als das eigene Bett. Ein größeres Maß lohnt sich wie im eigenen Bett vor allem ab etwa 1,85 m Körpergröße, bei unruhigem Schlaf oder zu zweit. Bei der Füllung eignet sich eine Ganzjahresdecke mit Faserfüllung am besten: Sie deckt einen mittleren Wärmebereich ab und lässt sich zwischen zwei Übernachtungen heiß waschen – für echte Wintertemperaturen reicht die Wärmeleistung laut einer Rezension allerdings nicht, dafür eignet sie sich für die Übergangszeit und milde Nächte. Faserdecken sind zugleich das günstigste Füllmaterial: Die beiden preiswertesten Decken in diesem Vergleich sind Mikrofaserdecken.
Siebenschläfer Ganzjahresdecke 135 × 200 cm, Mikrofaser
Mikrofaser-Ganzjahresdecke mit 270 g/m² Füllung und Wabensteppung, laut Hersteller bei 95 °C waschbar und für normal temperierte Schlafzimmer ausgelegt.
Warum dieser Vergleich nur ein Maß führt
Alle Decken in unserem Vergleich messen 135 × 200 cm. Das ist Absicht: Füllgewichte und Preise lassen sich nur dann gegenüberstellen, wenn die Fläche gleich ist. Eine Decke mit 900 g Füllung ist in 155 × 220 cm eine andere Decke als in 135 × 200 cm, obwohl dieselbe Zahl auf dem Etikett steht.
Fast alle Modelle gibt es beim Hersteller auch in anderen Maßen. Preis und Füllgewicht ändern sich dann – die Einschätzung zu Füllung, Verarbeitung und Pflege bleibt gültig.
Fazit
Messen Sie zuerst sich selbst, dann das Bett. Bis 1,85 m Körpergröße und bei ruhigem Schlaf ist 135 × 200 cm die richtige Wahl, und Sie bekommen Bezüge überall. Darüber lohnt die Übergröße 155 × 220 cm – rechnen Sie die neue Bettwäsche gleich mit ein.
Zu zweit sind zwei einzelne Decken die flexiblere Lösung, weil jeder seine eigene Wärmeklasse wählen kann. Welche das ist, klärt der Ratgeber zu den Wärmeklassen.